Eine weltweite Klosterfamilie

Missions­benedik­tiner

Die Missionsbenediktiner

Seit 1967 gehört die Abtei St. Georgenberg zur Benediktinerkongregation von Sankt Ottilien, auch als Missionsbenediktiner bekannt.

Kongregation

Die Missionsbenediktiner bilden eine der 19 Kongregationen, aus denen der Männerzweig des Benediktinerordens besteht.

Die Kongregation wurde 1884 gegründet und hat ihren Ursprung in der Erzabtei St. Ottilien in Oberbayern. Die Leitung der Missionsbenediktiner liegt in Händen des Abtpräses und eines gewählten Kongregationsrates. Der Kongregationsprokurator verwaltet die Finanzen der Kongregation und betreut die Durchführung missionarischer Projekte. Höchste Leitungsinstanz ist das Generalkapitel aus Äbten, Konventualprioren und gewählten Delegierten, das alle 4 Jahre tagt.

Klöster und Mönche

Die Kongregation zählt 21 selbständige Klöster, und insgesamt rund 60 Niederlassungen in 20 Ländern auf 4 Kontinenten. In diesen Klöstern und zum Teil auf abgelegenen Missionsposten leben und arbeiten etwa 1000 Mönche. In den Klöstern der Kongregation wird das Ordensleben gemäß der Regel des heiligen Benedikt gepflegt. Wichtige Eckpunkte dieses Lebens sind das Leben in Gemeinschaft, die Feier des Stundengebetes, Arbeit zum Erhalt der Kommunität und zur Erfüllung unserer missionarischen Aufgaben und das Bemühen um persönliche geistliche Reifung. Die Klöster betreiben Schulen und Internate, Pfarreien, Kranken – und Exerzitienhäuser, Werkstätten, Land- und Forstwirtschaft, Sozialprojekte und vieles mehr.

Die selbständigen Klöster der Kongregation werden von einem Abt oder einem Konventualprior geleitet. Ihnen steht bei der Leitung ein gewähltes Seniorat zur Seite. Grundlegende Entscheidungen müssen vom Kapitel, der Versammlung aller stimmberechtigten Mönche einer Gemeinschaft, getroffen werden.

Was heißt Mission für uns?

In der Präambel unserer Konstitutionen wird unser Auftrag so beschrieben und entfaltet:

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Die Kirche hat unserer Kongregation als einer Gemeinschaft von Benediktinermönchen den Auftrag erteilt, mitzuwirken an ihrer Sendung, allen Menschen das in Christus angebrochene Heil zu verkünden und sie in der Gemeinschaft der Glaubenden, der Kirche, zu sammeln.

Diese Sendung verlangt von uns, auf die Bedürfnisse der Menschen in ihrem jeweiligen Kontext zu antworten:
Wir bringen die Frohbotschaft vom Heil zu allen, die Christus noch nicht kennen.
Wir arbeiten in den Ortskirchen an der Vertiefung des Glaubens mit.
Wir wecken und fördern das Verantwortungsbewusstsein aller Gläubigen für die missionarische Aufgabe der ganzen Kirche.
Mit neuem Eifer, neuen Methoden und neuer Ausdrucksweise bieten wir das Evangelium denen an, die dem Glauben ferne stehen.
Wir fördern die Einpflanzung monastischen Lebens und die Ausbreitung benediktinischer Spiritualität.

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Christus ist das Licht der Völker und das Heil der Welt. Indem wir auf die Nöte der Menschen antworten, nehmen wir an seiner Sendung teil:
Wir sind im Bildungswesen, in Gesundheitsdiensten und im Sozialbereich tätig.
Wir streben nach Frieden indem wir den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Kulturen und Religionen fördern.
Wir tragen Sorge für die Welt als unser gemeinsames Haus.

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Die Spannung, die unserer Identität als Mönche und Missionare innewohnt, wird fruchtbar, wenn unser ganzes monastisches Leben von missionarischem Eifer durchdrungen wird und unser missionarisches Wirken von monastischem Geist geprägt ist.
Wachstum im missionarischen und klösterlichen Leben bedarf der Praxis der Conversatio, die uns immer wieder herausfordert, die eigenen Grenzen zu überschreiten. In unserem Gemeinschaftsleben sind wir zu gegenseitiger Ehrfurcht und Liebe berufen und geben auf diese Weise Zeugnis für Gottes Barmherzigkeit.
Diese Sendung der Gegenwärtigkeit findet ihren besonderen Ausdruck in unserer Gastfreundschaft für alle Menschen.